Do., 05.03.2026
Menschenrechte
Beitrag

Gewaltsames Verschwindenlassen in Brasilien als Verbrechen gegen die Menschlichkeit

Westzone von Rio de Janeiro. Flüsse, Buchten oder klandestine Friedhöfe sind in der Westzone von Rio de Janeiro die häufigsten Orte des gewaltsamen Verschwindenlassen (Symbolbild). Foto: christian russau

Brasiliens Abgeordnetenkammer stimmt für Gesetzesprojekt, das gewaltsames Verschwindenlassen als Verbrechen gegen die Menschlichkeit mit eigenständigem Strafmaß kodifiziert. Laut dem brasilianischen Jahrbuch für öffentliche Sicherheit wurden in den Jahren 2024 und 2025 in Brasilien in absoluten Zahlen 77.725 bzw. 81.873 Vermisstenfälle registriert, während in den gleichen Jahren 55.909 bzw. 57.568 wieder aufgefundene Personen registriert wurden. Es … weiterlesen

Di., 24.02.2026
Klima/Biodiversität, Menschenrechte
Beitrag

Indigener Protest am Tapajós erfolgreich!

Indigener Protest am Tapajós zwingt die brasilianische Bundesregierung zur Rücknahme des Dekrets 12.600/2025, das der Privatisierung drei amazonischer Flüsse – Tapajós, Madeira und Tocantins – den Weg ebenen sollte. Indigener Protest am Tapajós zwingt die brasilianische Bundesregierung zur Rücknahme des Dekrets 12.600/2025, das der Privatisierung drei amazonischer Flüsse – Tapajós, Madeira und Tocantins – den … weiterlesen

Do., 19.02.2026
Menschenrechte
Beitrag

Manifest an den brasilianischen Staat und politischer Brief an die Indigenen in der brasilianischen Regierung, verfasst vom Nationalforum der Indigenen Führungskräfte von APIB

Logo APIB

FDCL und KoBra dokumentieren in deutschsprachiger Übersetzung 1) das Manifesto do Fórum Nacional de Lideranças Indígenas ao Estado Brasileiro (Manifest des Nationalforums der Indigenen Führungskräfte an den brasilianischen Staat) sowie 2) die Carta política do Fórum Nacional de Lideranças Indígenas da APIB aos parentes no governo (Politischer Brief des Nationalforums der Indigenen Führungskräfte von APIB … weiterlesen

Mi., 04.02.2026
Menschenrechte
Beitrag

Tapajós-Fluss erneut im Fokus: Entwicklungsversprechen und Rechtsverletzungen

[Symbolbild]: Amazoniens Flüsse sind bedroht. Foto: Christian Russau

Baggern und Privatisieren für die Tapajós-Vertiefung löst massiven Protest von 14 Indigenen Völkern an Soja-Export-Terminal in Santarém aus. Von Christian Russau Einer der größten Flüsse Amazoniens – der Tapajós – steht wieder einmal im Mittelpunkt eines schweren Konflikts zwischen den Interessen auf der einen Seite von Politik und Wirtschaft, die Entwicklung und Wachstum durch Infrastrukturprojekte … weiterlesen

03.02.2026
Klima/Biodiversität, Multimedia
Audio
Rita Trautmann / Kirstin Büttner

„Curare, Kautschuk, Stevia - eine koloniale Spurensuche über das Pflanzensammeln“

Folge 7: "Viele Bäume machen keinen (Regen-)wald. Von Naturverständnis und Bananenplantagen"

In dieser Folge geht es um das europäische Verständnis von Natur und wie es sich vor allem während der Kolonialzeit entwickelt hat.
Bis heute werden wichtige Nutzpflanzen auf Plantagen in Monokultur angebaut – zum Schaden der Natur. Wie kommt es, dass der Blick auf die Natur in Europa und anderen Industriestaaten auf die Ausbeutung der Natur gerichtet ist? Welche Folgen hat diese Perspektive von der Kolonialzeit bis heute? Am Beispiel von Bananenplantagen wird verdeutlicht, welche Auswirkungen die Ausbeutung der Natur für die Biodiversität hat.

Mi., 28.01.2026
Extraktivismus, Menschenrechte
Beitrag

Erklärung: Nach dem US-Militärschlag in Venezuela und Gewaltdrohungen gegen Lateinamerika

Erklärung von 12 zivilgesellschaftlichen Organisationen und Netzwerken Nach dem US-Militärschlag in Venezuela und Gewaltdrohungen gegen Lateinamerika: Bundesregierung muss Völkerrechtsverstöße klar verurteilen und Eskalation in der Region verhindern Die Militäroperation der USA in Venezuela Anfang des Jahres und die nachfolgenden Drohungen mit Militärinterventionen gegen Kolumbien, Mexiko und Kuba verstoßen gegen die UN-Charta und stellen eine gefährliche … weiterlesen

Fr., 23.01.2026
Menschenrechte
Beitrag

Ein Plan – viele Kämpfe: Neue Herausforderungen für den Schutz von Menschenrechtsverteidiger:innen in Brasilien

Paulo Carbonari. MNDH. Foto: christian russau

  Ein Plan – viele Kämpfe Neue Herausforderungen für den Schutz von Menschenrechtsverteidiger:innen in Brasilien Paulo César Carbonari Brasilien hat einen Plan, den bundesweiten Plan zum Schutze der Menschenrechtsverteidiger:innen, den sogenannten PlanoDDH. Jahre des Kampfes, des Einforderns, des Ausarbeitens, des Verhandelns… Jahre der Enttäuschungen und der Errungenschaften… nun, Ende 2025, sind wir an einem neuen … weiterlesen

Do., 15.01.2026
Landwirtschaft
Beitrag

Neues Positionspapier: Mit Agrarökologie in die Zukunft

Über 30 Organisationen rufen die Bundesregierung dazu auf, Agrarökologie für die Umsetzung der Menschenrechte zu fördern! Downlaod Positionspapier Agrarökologie hier! Agrarökologie zeigt Wege auf, wie Menschen, die Lebensmittel erzeugen, ihre Handlungsmacht zurückgewinnen können. Sie stärkt lokale demokratische Prozesse, weil sie Menschen einbezieht, statt über sie hinweg zu entscheiden. Sie macht Ernährungssysteme widerstandsfähiger, indem sie Abhängigkeiten … weiterlesen

Do., 15.01.2026
Extraktivismus, Menschenrechte
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Stellungnahme des AK Rohstoffe zum BMZ-Aktionsplan „Starke Partnerschaften für eine erfolgreiche Wirtschaft weltweit“

Stellungnahme des zivilgesellschaftlichen Netzwerks AK Rohstoffe zum BMZ-Aktionsplan „Starke Partnerschaften für eine erfolgreiche Wirtschaft weltweit“ DOWNLOAD der Stellungnahme Als zivilgesellschaftliche Organisationen des AK Rohstoffe haben wir die Vorstellung des Aktionsplans „Starke Partnerschaften für eine erfolgreiche Wirtschaft weltweit“ am 7. Oktober 2025 mit großer Sorge zur Kenntnis genommen. Damit geht das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und … weiterlesen

28.12.2025
Klima/Biodiversität, Menschenrechte, Multimedia
Audio
Steffi Wassermann

Brasilien: Bergbau-Expansion im Namen der Energiewende

Warum der Rohstoffhunger die Klimakrise weiter verschärft

An welchen Stellen müssen wir ansetzen, um die Klimakatastrophe zu bekämpfen? Ganz oben steht die berechtigte Forderung, dass der Verbrauch fossiler Energieträger reduziert werden muss. Doch auch der metallische Bergbau ist ein großer Treiber für die Zerstörung des Klimas und sollte in der Klimapolitik eine größere Rolle spielen. Anlässlich der COP30 in Belém veröffentlichte der Verein Powershift e.V. das Hintergrundpapier „Erz gesucht, Amazonas verloren“, in dem diese Zusammenhänge analysiert werden…